Der Mensch hat sich von jeher Werkzeuge zu Nutze und damit vieles bequemer, sicherer und schneller gemacht. Durch technologische Fortschritte werden uns immer mehr Endscheidungen abgenommen und die Ausführung von Tätigkeiten und Kommunikation in den Prozessketten automatisiert. Wie werden wir unsere Arbeitsweise hierbei anpassen müssen, wenn die Werkzeuge autonom werden, wenn die Endscheidungen der Systeme teilweise nicht mehr nachvollziehbar sind? Ich glaube, dass bevor das Werkzeug autonom wird, muss es erst einmal menschlich werden. Es wird sich uns anpassen, damit wir Hand in Hand mit Automation and Robotics arbeiten können. Nicht zuletzt auch, um eine drohende Einschränkung der Vielfalt und einen Kontrollverlust zu vermeiden.

Beitrag in VorbereitungFertig gestellt
Situation
Endscheidungen, Ausführung und Kommunikation werden mehr und mehr automatisiert

Der Mensch hat sich von jeher Werkzeuge zu Nutze gemacht, um sich wiederholende und schwierige Tätigkeiten einfacher zu gestalten. Experten  prognostizieren, dass Automation and Robotics die Arbeitswelt verändern wird. Was ist aber das Besondere daran, das uns heute aufhorchen lässt?

Herausforderungen
Eingeschränkte Vielfalt, Kontrollverlust und nicht mehr nachvollziehbar Endscheidungen

Damit Software Roboter leichter wiederverwendet werden können, werden sich in Zukunft Prozesse unterschiedlicher Organisation stark angleichen müssen. Nur wo stark standardisiert ist, kann mit bekannten Technologien auch automatisiert werden. Man kann deshalb davon ausgehen, dass sich die Vielfalt einschränken und somit das Geschäft anfällig gegen disruptive Veränderung wird.

Weiter zeichnet sich heute schon ab, dass diejenigen, die Schlüsseltechnologien besitzen auf denen diese Prozesse aufsetzen eine extrem große Macht in den Händen halten. Bisher waren solche Technologien wie beispielsweise die Satellitennavigation GPS unter militärisch sprich staatlicher Kontrolle. Wir werden also auf vielen Ebenen von dem, der die Arbeit vorher machte bis hin zur gesamten Gesellschaft mit einem möglichen Kontrollverlust konfrontiert.

Dieser Kontrollverlust wird noch dadurch bestärkt, dass künstliche Intelligenz auf Basis von maschinellem Lernen sehr große Datenmengen benötigt und die Entwickler solche Systeme selbst die Algorithmen nicht mehr nachvollziehen können. Somit würden Entscheidungen nicht mehr nachvollziehbar und in-transparent werden.

Fragestellung
Einfluss auf zukünftige Arbeitsweise

Gehen wir einmal davon aus, dass es uns gelingt, die Technologie jeweils soweit zu konfigurieren, dass sie im Rahmen der speziell gestellten Aufgabe in die gewünschte Richtung arbeitet. Stößt sie dann nicht irgendwann wieder an seine Grenzen und merken wir überhaupt, dass diese Grenzen erreicht sind? Wie können wir diese Arbeit kontrollieren? Wie kann man das autonome Werkzeug kontrollieren und wie wirkt sich dieses auf meine heutige Arbeitsweise aus?

Antwort
Werkzeuge werden autonom und menschlich

Aufgrund der Herausforderungen wird sich in Zukunft unsere Arbeitsweise in der Art ändern, dass wir damit beschäftigt sein werden die Technik zu kontrollieren und zu trainieren, bei kleineren und größeren Katastrophen zu unterstützen und akzeptieren das diese Systeme Fehler machen. Zu den kleineren Katastrophen zählen, dass ein runder Staubsauger-Roboter nicht in Ecken putzen kann. Also werden wir dort von Hand putzen.

Diese Kontrolle, das Nachsteuern, Trainieren und Nacharbeiten kann nur von jemandem gemacht werden, der viel von der zu verrichtenden Aufgabe versteht. Deshalb wird die Arbeiten gemeinsam quasi Hand in Hand erfolgen. Weil sich aber der Mensch nicht ändern kann, muss die Maschine sich anpassen. Das sieht man beispielsweise an humanoiden Robotern, die gemeinsam mit ihren menschlichen Kollegen in einer Fabrik arbeiten. Wenn diese zu einem Werkstück greifen, richten diese ihren Blick bewusst auf das Werkstück, damit ein daneben stehender menschlicher Kollege dieses mitbekommt. Dieses menschliche aber für einen Roboter an sich unnötige Verhalten dient dazu um Kollisionen zu vermeiden. Ein weiteres Beispiel zeigt, dass die Akzeptanz eines autonomen Fahrzeugs mit Sprachwiedergabe höher ist als ohne. Der Mensch gibt die Kontrolle ungern an einer Maschine, die nicht zumindest ein bisschen menschlich ist.

Bevor das Werkzeug – in unserem Fall ein virtueller Assistent und dahinterliegende Software Roboter – autonom wird, wird es erst einmal menschlich konstruiert werden. Menschlich meint hierbei, dass sich unser virtueller Assistent möglichst nahtlos und Schritt für Schritt in existierende Arbeitsabläufe integrieren und in etwas ferner Zukunft auch mitschreiben, mithören und mitdenken muss.

Die Frage, welche Dinge sich in Zukunft in der Arbeitsweise im Detail verändern werden – über die nächsten 5-10 Jahre – sind Inhalt dieses Videoblog. Wir verfolgen hierbei zwar das große Ziel aber starten ganz bewusst mit weniger komplexen Problemstellungen. Hieraus lassen sich Vorgehensweisen und Best Practices entwickeln, die als Standards und Assets wiederverwendet werden. Wenn sie jetzt noch einen Blick auf die Kategorien werfen, stellen Sie fest, dass auch die Organisation und seine Mitarbeiter genügend Platz für den Erfahrungsaustausch gegeben wird.

Begleiten Sie mich auf der Reise, wie sich ein reales System und die Organisation, die es nutzt, vom einfachen Chatbot hin zu einem perfekten Partner der Arbeitswelt Side-by-Side entwickelt.

Einleitung ? ⇐ Phase ? ⇐ Beitrag Beitrag ⇒ P-01 Phase ⇒ ?

Patrick Johns

Alle Beiträge anzeigen

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.